Menschen im Trennungs- und Scheidungsprozess erleben diese beschwerliche Zeit oft als ein Auf und Ab von unterschiedlichen emotionalen Phasen und Verfassungen. Episoden, in denen die Trennung (noch) nicht anerkannt werden kann, werden abgelöst von aufbrechenden heftigen Gefühlen.

Mehr oder weniger überlagert werden diese Zeiten durch eine anbrechende Phase der Neu- und Umorientierung. Am Ende stehen die Eltern vor der Aufgabe der Reorganisation der Familie sowie der getrennten Erprobung neuer Lebenskonzepte und -perspektiven.

Um diese Ziele zu erreichen ist es von wesentlicher Bedeutung, für den jeweiligen inneren Trennungsprozess ausreichend Zeit zu haben, um sich auf die Vielfalt und den Wandel der eigenen Gefühle einlassen und sich mit ihnen auseinandersetzen zu können.

Gerade in dieser Phase aber besteht die Gefahr, die Sicherheit einer sich auflösenden familiären Struktur durch die Sicherheit formal-juristischer Konfliktregulierungsstrukturen zu ersetzen, die zudem den verführerischen „Vorteil“ haben, alte Macht- und Beziehungskämpfe im neuen Gewand langjähriger Trennungs-/Scheidungsprozesse weiterführen zu können.

Mit unserer Trennungsbegleitung möchten wir Eltern dabei unterstützen, eine derartige Spaltung des bereits begonnenen Trennungsgeschehens in einen emotionalen und einen juristischen Trennungsprozess zu verhindern.

Der gemeinsame elterliche Wunsch die Beziehungsebene zu klären und bestehende Konflikte zu entschärfen, kann eine entscheidende Voraussetzung dafür sein, dass die emotionale Belastung der einstigen Partner nachhaltig verringert werden kann. So wird es leichter gelingen Kinder und deren Belange als Eltern wieder gemeinsam und besser in den Blick zu nehmen.

In einem nächsten möglichen Schritt werden Eltern in der Verantwortung gegenüber ihren Kindern eine von beiden Seiten tragfähige und Ihre Kinder entlastende Elternschaft entwerfen und alle trennungsrelevanten Themen gemeinsamen Lösungen zuführen können.“

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