Mediation für getrennte Elternpaare – Familienmediation

Ehen werden geschieden, Beziehungen scheitern. Das ist schmerzhaft und bedauerlich, aber es ist so. Die Frage ist: Wie gehen Sie damit um, wie gestalten Sie Ihre Zukunft und die Ihrer Kinder?

Zerbrechende Partnerschaften enden meist in Enttäuschung, Streit, Vorwürfen und Gesprächsunfähigkeit. Anwälte ersetzen häufig das Gespräch der Partner. Es geht um Vermögenswerte und Unterhalt. Kinder können zu Streitobjekten vor dem Familiengericht werden, an das die Verantwortung abgegeben wird.

Mediation eignet sich für alle Menschen, die von der einschneidenden Erfahrung einer Trennung betroffen sind. Denn wären sie in dieser Situation dazu fähig, würden sie über ihr und ihrer Kinder weiteres Leben nach der Trennung selbst entscheiden wollen, sie können es nur nicht, oder trauen es sich nicht zu oder lassen es gegenseitig nicht zu. Mediation möchte und kann sie dazu (wieder) fähig machen; sie verdrängt nicht und hebt nicht den Zorn, den Schmerz oder die Enttäuschung auf, aber sie kann Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft schaffen oder wiederherstellen, kann die Menschen dazu befähigen, ihre Entscheidungen selbst auszuhandeln anstatt sie Dritten zu überlassen.

Mediation will den Betroffenen auch in schwierigen Lebenssituationen Autonomie zurückgeben und sie zu eigenen Entscheidungskompetenzen befähigen.

Mediation ist ergebnisorientiert. Ergebnisse von Mediation sind nicht richtig oder falsch, sondern dann gut, wenn sie von beiden Partnern als fair und stimmig erlebt werden und nicht über Kinder, sondern für Kinder verhandelt wurde. Das Ziel ist ein Vertrag zwischen den Partnern, der bei einer gerichtlichen Entscheidung oder bei der Trennung einer Lebensgemeinschaft eine tragfähige Grundlage für den künftigen Umgang der Partner miteinander und für die gemeinschaftliche Verantwortung für die Kinder bildet.

Mediation stärkt die Kompetenz der Eltern und fordert ihre Entscheidungsautonomie zum Wohle ihrer Kinder heraus. Darüber hinaus bietet sich Mediation als Konfliktregulierungsmodell auch in anderen familiären Konfliktbereichen an: wie zum Beispiel Generationenkonflikte, Erbauseinandersetzungen, Vertragsgestaltung vor oder während des Zusammenlebens, Konflikt in Adoptiv- und Pflegefamilien.

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